AKTUELLES

Weltkulturerbe Glienicke schützen (Beitrag erschienen im Verbrauchermagazin Gazette)

„Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen!“ –  eine Lebensweisheit des Geheimrats Goethe, die er seinen Dr. Faust sagen lässt. Unser kulturelles Erbe gilt es zu erhalten. Unter anderem gehören Schlösser und Parks in Berlin und Potsdam zum ersten gesamtdeutschen Weltkulturerbe. Doch die Parks sind bedroht. Zu Recht hat die CDU das Bezirksamt jetzt aufgefordert, sich dafür einzusetzen, den Bau eines 44 Meter hohen geplanten Vodafone-Sendemasts im Potsdamer Ortsteil Sacrow zu verhindern. Die historischen Sichtachsen werden beeinträchtigt. Es ist ein Skandal erster Güte: Seit 2014, so die Presse, soll Vodafone nach einem geeigneten Standort für einen Sendemast gesucht haben. Wie der Presse weiter zu entnehmen ist, scheint es ohne Diskussionen und Informationen der Bevölkerung Sacrow getroffen zu haben. Nur durch Zufall kam das in diesem Jahr heraus. Transparenz sieht anders aus. Man kann immer nur wieder daran erinnern, dass ähnliche Neubauten nach der Wende wie zum Beispiel in Dresden die Waldschlösschenbrücke die Gefahr bergen, aus der Weltkulturerbeliste gestrichen zu werden. Deshalb: Kein Sendemast in Sacrow!

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Umbenennung Onkel-Tom-Straße? (Beitrag erschienen im Verbrauchermagazin Gazette)

Onkel Toms Hütte, steht auf dem Schild. Als Kind wunderte ich mich auf dem Weg zur Rodelbahn, wie es zu dem doch lustig klingenden skurrilen Namen kommt, und recherchierte. Das Ergebnis machte mich ein wenig stolz:

Da hat unser Bezirk einen U-Bahnhof und eine ganze Straße nach einer amerikanischen Romanfigur benannt. Was hat die Menschen und die Verkehrsgesellschaft damals, um 1929, gut 80 Jahre nach Erscheinen des Romans dazu bewogen, die Statio    n Onkel Toms Hütte zu taufen?

Wir vermuten, Rassismus war es nicht. Warum sollte man auch den Namen einer U-Bahn-Station schlecht machen. Vielmehr war es folgendermaßen: Straße und U-Bahn-Haltestelle sind nach der nahegelegenen Gaststätte „Onkel Toms Hütte“ benannt, deren erster Wirt Thomas hieß. Er war erklärter Freund der Autorin Harriet Beecher Stowe, die den weltberühmten gleichnamigen Roman schrieb, der ganz wesentlich zur Sklavenbefreiung beigetragen hat. Wir plädieren für eine wissenschaftlich fundierte Debatte, um aufzuklären und Wissenslücken zu schließen. Gerne mögen sich Schulen und das Heimatmuseum damit beschäftigen, in Kürze wird die Onkel-Tom-Siedlung 100 Jahre alt.

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Angebote für Jugendliche in Zehlendorf (Beitrag erschienen im Verbrauchermagazin Gazette)

Mit „Schaf auf ‘nen Trip“ wirbt der Bezirk in der U3 –­ im Jugendjargon Dealerline genannt – für mehr hippen Tourismus und Partypeople: Langeweile ade. Die Versorgung mit Drogen ist gesichert. Stoff gibt’s auch am S-Bahnhof Zehlendorf, hartes Zeug in bestimmten Lokalen. Beizeiten trifft sich die „Party- und Eventszene“ wenige S-Bahnstationen entfernt am Schlachtensee und am Rathaus Steglitz. Das Bezirksamt sollte sich vorausschauend von Stuttgart, Frankfurt und, vor Silvester, Köln beraten lassen.

Hier gilt es gegenzusteuern, attraktive Angebote abseits der potentiell schiefen Bahn gibt es schließlich genug, derer viele nicht einmal Geld kosten müssen:

Ob Schwimmen in Seen oder Bädern, Skaten oder Sprinten auf Lauf- und Radstrecken, Sport in Vereinen oder Fitness-Studios. Auch für ehrenamtliches Engagement finden sich unzählige Angebote von Rotem Kreuz über THW und Feuerwehr bis zur DLRG oder sozialen Vereinen, die allesamt Jugendliche dankbar aufnehmen, rekrutiert sich doch hier deren dringend benötigter Nachwuchs. Und auch für die pure Freizeit und zum Feiern gibt’s genügend Möglichkeiten vom Kino oder der Flipperhalle bis zu Partys im privaten Rahmen.

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Neue Pläne für das Rathaus Zehlendorf (Beitrag erschienen in Verbrauchermagazin Gazette)

Der Rathaus-Neubau ist eine riesige Chance für den Bezirk, daher regen wir einen beschränkten Architektur-Wettbewerb an.

Mit einer sauberen Planung, der Festlegung von Zielen und Standards (u.a. für öffentliches Bauen und Kostenflächenzahlen) wird das auch gelingen. Der Öffentliche Dienst kann ganz gut arbeiten, wenn sich die politischen Einflüsse in Grenzen halten.

Doch das Bauvorhaben birgt hohes Potenzial, zum BER des Bezirks zu werden. Zu verlockend sind die Möglichkeiten für die Altparteien, ihr Süppchen zu kochen – oder welche politische Kraft hat sich in den letzten Jahren als kompetent in Sachen Bauen erwiesen?

Und nachhaltiges Bauen ist keine Erfindung der Grünen. 1913 wurde in nur zwei Jahren mit dem Nordsternhaus in Berlin das modernste Bürogebäude Europas erbaut. Es verfügte u.a. über eine Frischluftanlage mit natürlicher Kühlung und bietet Platz für 900 Mitarbeiter: Das Gebäude steht heute noch im Dienst. Sollte im Jahr 2130 unser Neubau immer noch genutzt werden, haben wir vieles richtiggemacht. Dies ist doch ein guter Anspruch.  

Die AfD-Fraktion wird sich nach Kräften einbringen, daher braucht es eine starke AfD!

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Nein zum Bäderbus! CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke widersprechen Dringlichkeit, völlig unverständlich – besonders Familien mit Kleinkindern betroffen

S-Bahnhof Nikolassee an der Borussenstraße

Die AfD Fraktion hatte in der Augustsitzung der BVV einen Antrag auf Dringlichkeit eingebracht: Bäderbus zum Strandbad Wannsee soll weiterfahren.Hintergrund ist, das der Bäderbus 312 der BVG das Strandbad Wannsee nur während der Berliner Sommerferien anfährt. Das Angebot wurde am 10. August eingestellt. Durch die Verschiebung der Ferien um 6 Wochen nach vorne, fällt so ein Großteil der Badesaison in die Schulzeit. Auf Antrag der FDP dem zu widersprechen: „aus formellen Gründen“, haben sich die anderen Parteien angeschlossen.

„Völlig unverständlich! Es steht das heißeste Wochenende des Jahres vor der Tür und die Alt-Parteien wiedersprechen der Dringlichkeit, den Bäderbus der BVG zum Standbad Wannsee wiedereinzusetzen“, sagt Peer Döhnert, AfD-Fraktionsvorsitzender in Steglitz-Zehlendorf. „Selbst die BVG zeigt sich völlig unflexible, die hatten wir zuvor angefragt.

Durch das fehlende Angebot sind besonders Familien und Alleinerziehende mit Kleinkindern betroffen. Gibt die BVG die Laufstrecke zw. S-Bhf. Nikolassee und dem Strandbad mit 16 min für die 1,3 km lange Strecke an, so benötigt die genannte Personengruppen gut 30 – 40 min.

Stellungnahme zur Idee die Havelchaussee als Fahrradstraße auszulegen

Das Gebot der Stunde, ohne das eine nachhaltige Mobilität nicht gelingen kann, heißt Miteinander, nicht Gegeneinander. In diesem Rahmen können wir uns durchaus eine Optimierung der Nutzung der Havelchaussee vorstellen, zum Beispiel durch räumliche und/oder zeitliche Beschränkungen einzelner oder mehrerer Arten von Verkehrsmitteln. Dabei müssen die berechtigten Belange aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt und gegeneinander abgewogen werden. Zur seriösen Abschätzung des Bedarfs der jeweiligen Gruppen von Verkehrsteilnehmern und der Auswirkungen der Einrichtung einer Fahrradstraße auf sie bedürfte es einer fundierten Analyse des Verkehrsgeschehens nach Art, Intensität und Zielen auf der Havelchaussee, die jedoch nicht vorliegt. Einen Schnellschuss der Politik, ohne fundierte Bedarfsanalyse und Folgenabschätzung blind Forderungen einseitig ausgerichteter Interessengruppen nachzugeben, darf es nicht geben.

Stellungnahme zur möglichen Umbenennung des U-Bhf Onkel-Toms-Hütte

Wir plädieren für eine wissenschaftlich fundierte Aufklärung. Straße und U-Bahn-Haltestelle sind nach der nahegelegenen Gaststätte „Onkel Toms Hütte“ benannt, deren erster Wirt Thomas hieß. Er war erklärter Freund der Autorin des gleichnamigen Romans, welcher gerade ganz wesentlich zur Sklavenbefreiung beigetragen hat. Insofern ist die Petition gleich aus zwei Gründen nicht gerechtfertigt.

Wir halten ein Befassung der BVV in sofern für notwendig, dass o.g. Aspekte dargestellt werden, sollte das Thema auf die Tagesordnung kommen, und mit geschilderten Argumenten aufklären und Wissenslücken schließen.

Baumpflege im Sommer (erschienen in der Gazette 08/2020)

Ist das nicht wohltuend? Schaut man auf die Wetterkarte, sind die Aussichten durchwachsen: niedrige Sommertemperaturen und Schauer. Natur und Menschen freuen sich darüber nach den Hitzerekorden der letzten Jahre. Gönnt uns der Klimawandel eine Verschnaufpause? Aufgrund der Kurzfristigkeit genauer Prognosen lässt sich das seriös nicht vorhersagen, auch wenn manche Medien uns mit irreleitendem Framing das Gegenteil glauben weismachen zu können.

Schon immer haben wir Steglitz-Zehlendorfer uns für unseren Bezirk engagiert, Bäume gegossen und Patenschaften übernommen. Mit „Giessdenkiez.de“ kommt nun eine begrüßenswerte Initiative, die die Bewässerung der Straßenbäume durch bürgerliches Engagement steuern will. Jeder Straßenbaum ist hier kartographiert. Jeder kann Baumpate werden. Bei dem starken Engagement von Fridays for Future überrascht es allerdings, dass bis Freitag, 10. Juli kein Aufruf zur Beteiligung an diesem Projekt oder Eigeninitiativen auf deren Homepage zu finden sind. Wenn die FFF-Botschafter ernst genommen werden wollen, dann müssen sie auch zupacken können. Der August kann noch heiß werden, Vorbereitung ist alles.

Hier der Link zum Beitrag in der Gazette.

Digitalisierung von Verwaltung und BVV

Die Technikfeindlichkeit ist mit den 68ern in Deutschland tief verwurzelt. Ein Fanal war das Aus der Magnetschwebebahn Transrapid im Jahr 2000. Es wurde von der damaligen rot-grünen Bundesregierung betrieben und gefeiert. Innovation braucht das Land nicht. Noch 2013 postuliert Kanzlerin Merkel „das Internet ist Neuland“. Statt eines Innovationsschubs im Land werden Leistungsträger durch höchste Abgaben zur „Republikflucht“ gedrängt. Und nun Digitalisierung? Weder Politik noch Behörden haben Ahnung und per se weder Innovationsdruck noch Fachleute oder Geld. Die Praxis schaut so aus: Wer Aufträge vergibt, hat keinen Schimmer, und der Auftragnehmer, der billigste, gibt vor Schimmer zu haben. Es gibt zahllose Probleme, eine Menge Frustration – aber wenige verdienen prächtig. Nach diesem Prinzip bauen Altparteien Flughäfen und Bahnhöfe. Digitalisierung? Wir seien technisch „kurz hinter der Karteikarte“, so eine Bezirkspolitikerin über die die Digitalisierung der Berliner Verwaltung (Tagesspiegel vom 6.4.20). Deutschland hat Fachleute für Gender-Toiletten und die Bekämpfung von Kritikern und Oppositionellen. Das muss reichen.

Blockade der anderen Parteien wider die Anliegen der Bürger

Auch weitere durchdachte und aus guten Gründen gestellte Anträge unserer Fraktion haben die anderen Fraktionen abgelehnt und schaden damit der weiteren Entwicklung unseres Bezirks zum Wohle unserer Bürger. Zum Beispiel die Aufstellung einer Bücherbox: in ausrangierten Telefonzellen können Bürger gelesene Bücher ablegen, andere holen sich diese Fundstücke, um ihre Bibliothek und ihren Geist zu bereichern. Gerade für weniger Betuchte ist das eine willkommene Gelegenheit, sich mit Lesestoff zu versorgen. Darüber hinaus wurde das international bekannte Projekt der Bücherboxen mehrfach ausgezeichnet und von wissenschaftlicher Seite aus als empfehlenswert qualifiziert. In der Bevölkerung kommt es ebenso gut an, nur die anderen Fraktionen wollen davon nichts wissen – nur weil es ein Antrag unserer Fraktion ist? Dabei setzen sie sich selbst für die Versorgung der Einwohner mit Büchern ein, sei es über einen Büchertisch in den Rathäusern als „Umsonst- und Tauschplattform“, sei es für die Anschaffung eines zweiten Bücherbusses als fahrbare Stadtbibliothek. Zum Nachlesen: Unseren Antrag finden Sie als Drs. 1415/V.

In zwei Anträgen haben wir uns mit potentiellen Risiken des Ausbaus der neuen Mobilfunkgeneration 5G auseinandergesetzt und eine Information der Bürger gefordert – abgelehnt! Ein kritischer Artikel auf rbb24 aus 2019 ist inzwischen verschwunden – auf Geheiß von „oben“? (Drs. 1414/V, 1416/V)