AKTUELLES

Sperrung der Havelchaussee? (Beitrag erschienen im Verbrauchermagazin Gazette)

Die erste rot-grüne Koalition in Berlin hatte 1989 die Strecke schon einmal für den Autoverkehr gesperrt, doch mit dem Ende der Koalition endete auch dieser Versuch. Er hatte sich nicht bewährt und die Gastronomen entlang der Strecke beklagten massive Umsatzrückgänge. Der knapp acht Kilometer lange Abschnitt soll nun erneut allein Radfahrern und Fußgängern vorbehalten sein. Das heißumstrittene Thema beschäftigt die BVVen aller drei involvierten Bezirke. Wir fordern, vor einer Entscheidung über eine eventuelle Umwidmung der Havelchaussee eine fundierte Analyse des Verkehrsgeschehens nach Art und Intensität, Zielen und Nutzerkonflikten vorzunehmen und deren Ergebnisse sorgfältig zu prüfen und abzuwägen. Dabei müssen die berechtigten Interessen aller Arten von Verkehrsteilnehmern ebenso berücksichtigt werden die die wirtschaftlichen Belange der im Einzugsgebiet ansässigen Wirtschaftsbetriebe. Letzteres gilt im Besonderen für die derzeit ohnehin wirtschaftlich stark betroffene Gastronomiebranche. Vorschnelle Entscheidungen, um die Interessen einzelner Lobbygruppen umzusetzen, gehen regelmäßig zu Lasten einer sachgerechten Lösung.

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Persönliche Sprechstunde im Rathaus entfällt

Vom 16. Dezember 2020 bis einschließlich 10. Januar 2021 finden im Fraktionsbüro des Rathauses Zehlendorf keine Sprechstunden statt.

Sie erreichen uns weiterhin unter: kontakt@afd-fraktion-sz.de

Wir Danken Ihnen für Ihr Verständnis und wünschen trotz der schwierigen Zeiten frohe Festtage.

Weltkulturerbe Glienicke schützen (Beitrag erschienen im Verbrauchermagazin Gazette)

„Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen!“ –  eine Lebensweisheit des Geheimrats Goethe, die er seinen Dr. Faust sagen lässt. Unser kulturelles Erbe gilt es zu erhalten. Unter anderem gehören Schlösser und Parks in Berlin und Potsdam zum ersten gesamtdeutschen Weltkulturerbe. Doch die Parks sind bedroht.

Zu Recht hat die CDU das Bezirksamt jetzt aufgefordert, sich dafür einzusetzen, den Bau eines 44 Meter hohen geplanten Vodafone-Sendemasts im Potsdamer Ortsteil Sacrow zu verhindern. Die historischen Sichtachsen werden beeinträchtigt.

Es ist ein Skandal erster Güte: Seit 2014, so die Presse, soll Vodafone nach einem geeigneten Standort für einen Sendemast gesucht haben. Wie der Presse weiter zu entnehmen ist, scheint es ohne Diskussionen und Informationen der Bevölkerung Sacrow getroffen zu haben. Nur durch Zufall kam das in diesem Jahr heraus. Transparenz sieht anders aus.

Man kann immer nur wieder daran erinnern, dass ähnliche Neubauten nach der Wende wie zum Beispiel in Dresden die Waldschlösschenbrücke die Gefahr bergen, aus der Weltkulturerbeliste gestrichen zu werden. Deshalb: Kein Sendemast in Sacrow!

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Umbenennung Onkel-Tom-Straße? (Beitrag erschienen im Verbrauchermagazin Gazette)

Onkel Toms Hütte, steht auf dem Schild. Als Kind wunderte ich mich auf dem Weg zur Rodelbahn, wie es zu dem doch lustig klingenden skurrilen Namen kommt, und recherchierte. Das Ergebnis machte mich ein wenig stolz:

Da hat unser Bezirk einen U-Bahnhof und eine ganze Straße nach einer amerikanischen Romanfigur benannt. Was hat die Menschen und die Verkehrsgesellschaft damals, um 1929, gut 80 Jahre nach Erscheinen des Romans dazu bewogen, die Statio    n Onkel Toms Hütte zu taufen?

Wir vermuten, Rassismus war es nicht. Warum sollte man auch den Namen einer U-Bahn-Station schlecht machen. Vielmehr war es folgendermaßen: Straße und U-Bahn-Haltestelle sind nach der nahegelegenen Gaststätte „Onkel Toms Hütte“ benannt, deren erster Wirt Thomas hieß. Er war erklärter Freund der Autorin Harriet Beecher Stowe, die den weltberühmten gleichnamigen Roman schrieb, der ganz wesentlich zur Sklavenbefreiung beigetragen hat. Wir plädieren für eine wissenschaftlich fundierte Debatte, um aufzuklären und Wissenslücken zu schließen. Gerne mögen sich Schulen und das Heimatmuseum damit beschäftigen, in Kürze wird die Onkel-Tom-Siedlung 100 Jahre alt.

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Angebote für Jugendliche in Zehlendorf (Beitrag erschienen im Verbrauchermagazin Gazette)

Mit „Schaf auf ‘nen Trip“ wirbt der Bezirk in der U3 –­ im Jugendjargon Dealerline genannt – für mehr hippen Tourismus und Partypeople: Langeweile ade. Die Versorgung mit Drogen ist gesichert. Stoff gibt’s auch am S-Bahnhof Zehlendorf, hartes Zeug in bestimmten Lokalen. Beizeiten trifft sich die „Party- und Eventszene“ wenige S-Bahnstationen entfernt am Schlachtensee und am Rathaus Steglitz. Das Bezirksamt sollte sich vorausschauend von Stuttgart, Frankfurt und, vor Silvester, Köln beraten lassen.

Hier gilt es gegenzusteuern, attraktive Angebote abseits der potentiell schiefen Bahn gibt es schließlich genug, derer viele nicht einmal Geld kosten müssen:

Ob Schwimmen in Seen oder Bädern, Skaten oder Sprinten auf Lauf- und Radstrecken, Sport in Vereinen oder Fitness-Studios. Auch für ehrenamtliches Engagement finden sich unzählige Angebote von Rotem Kreuz über THW und Feuerwehr bis zur DLRG oder sozialen Vereinen, die allesamt Jugendliche dankbar aufnehmen, rekrutiert sich doch hier deren dringend benötigter Nachwuchs. Und auch für die pure Freizeit und zum Feiern gibt’s genügend Möglichkeiten vom Kino oder der Flipperhalle bis zu Partys im privaten Rahmen.

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Neue Pläne für das Rathaus Zehlendorf (Beitrag erschienen in Verbrauchermagazin Gazette)

Der Rathaus-Neubau ist eine riesige Chance für den Bezirk, daher regen wir einen beschränkten Architektur-Wettbewerb an.

Mit einer sauberen Planung, der Festlegung von Zielen und Standards (u.a. für öffentliches Bauen und Kostenflächenzahlen) wird das auch gelingen. Der Öffentliche Dienst kann ganz gut arbeiten, wenn sich die politischen Einflüsse in Grenzen halten.

Doch das Bauvorhaben birgt hohes Potenzial, zum BER des Bezirks zu werden. Zu verlockend sind die Möglichkeiten für die Altparteien, ihr Süppchen zu kochen – oder welche politische Kraft hat sich in den letzten Jahren als kompetent in Sachen Bauen erwiesen?

Und nachhaltiges Bauen ist keine Erfindung der Grünen. 1913 wurde in nur zwei Jahren mit dem Nordsternhaus in Berlin das modernste Bürogebäude Europas erbaut. Es verfügte u.a. über eine Frischluftanlage mit natürlicher Kühlung und bietet Platz für 900 Mitarbeiter: Das Gebäude steht heute noch im Dienst. Sollte im Jahr 2130 unser Neubau immer noch genutzt werden, haben wir vieles richtiggemacht. Dies ist doch ein guter Anspruch.  

Die AfD-Fraktion wird sich nach Kräften einbringen, daher braucht es eine starke AfD!

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Nein zum Bäderbus! CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke widersprechen Dringlichkeit, völlig unverständlich – besonders Familien mit Kleinkindern betroffen

S-Bahnhof Nikolassee an der Borussenstraße

Die AfD Fraktion hatte in der Augustsitzung der BVV einen Antrag auf Dringlichkeit eingebracht: Bäderbus zum Strandbad Wannsee soll weiterfahren.Hintergrund ist, das der Bäderbus 312 der BVG das Strandbad Wannsee nur während der Berliner Sommerferien anfährt. Das Angebot wurde am 10. August eingestellt. Durch die Verschiebung der Ferien um 6 Wochen nach vorne, fällt so ein Großteil der Badesaison in die Schulzeit. Auf Antrag der FDP dem zu widersprechen: „aus formellen Gründen“, haben sich die anderen Parteien angeschlossen.

„Völlig unverständlich! Es steht das heißeste Wochenende des Jahres vor der Tür und die Alt-Parteien wiedersprechen der Dringlichkeit, den Bäderbus der BVG zum Standbad Wannsee wiedereinzusetzen“, sagt Peer Döhnert, AfD-Fraktionsvorsitzender in Steglitz-Zehlendorf. „Selbst die BVG zeigt sich völlig unflexible, die hatten wir zuvor angefragt.

Durch das fehlende Angebot sind besonders Familien und Alleinerziehende mit Kleinkindern betroffen. Gibt die BVG die Laufstrecke zw. S-Bhf. Nikolassee und dem Strandbad mit 16 min für die 1,3 km lange Strecke an, so benötigt die genannte Personengruppen gut 30 – 40 min.

Stellungnahme zur Idee die Havelchaussee als Fahrradstraße auszulegen

Das Gebot der Stunde, ohne das eine nachhaltige Mobilität nicht gelingen kann, heißt Miteinander, nicht Gegeneinander. In diesem Rahmen können wir uns durchaus eine Optimierung der Nutzung der Havelchaussee vorstellen, zum Beispiel durch räumliche und/oder zeitliche Beschränkungen einzelner oder mehrerer Arten von Verkehrsmitteln. Dabei müssen die berechtigten Belange aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt und gegeneinander abgewogen werden. Zur seriösen Abschätzung des Bedarfs der jeweiligen Gruppen von Verkehrsteilnehmern und der Auswirkungen der Einrichtung einer Fahrradstraße auf sie bedürfte es einer fundierten Analyse des Verkehrsgeschehens nach Art, Intensität und Zielen auf der Havelchaussee, die jedoch nicht vorliegt. Einen Schnellschuss der Politik, ohne fundierte Bedarfsanalyse und Folgenabschätzung blind Forderungen einseitig ausgerichteter Interessengruppen nachzugeben, darf es nicht geben.